Dr. Ansgar Rougemont-Bücking
Psychiater und Psychotherapeut. Wissenschaftler. Bergliebhaber.
"Der höchste und schwierigste Berg ist immer derjenige, den wir in uns tragen. Denn letztlich schaffen wir uns unsere Berge selber und das Verlangen, sie zu bezwingen."- Walter Bonatti

Die Person
Ich bin approbierter Psychiater und Psychotherapeut. In Deutschland gebürtig, bin ich 1999 in die Schweiz ausgewandert, um möglichst nahe an der Bergnatur mein Leben zu verbringen. Als Psychiater, Therapeut und als Wissenschaftler interessiere ich mich vor allem für die psychiatrischen Störungen, die im Laufe des Lebens «erworben» wurden und die unsere Gesellschaft vor allergrößte Herausforderungen stellen: Posttraumatische Störungen sowie Abhängigkeitserkrankungen. Der intensive Kontakt mit der Natur ist für mich hierbei immer wieder eine unschätzbare Ressource, um mit den Belastungen des Alltags umgehen zu können – und ich glaube, dass diese Ressource auch für viele andere Menschen gut erschließbar ist. Was hält uns also allzu oft zurück davor, diese Ressource in Anspruch zu nehmen?
Besonders auf den Bergen des Ostrandes des Genfer Sees, an der Wasserscheide zwischen Rhein und Rhone bin ich immer wieder daran erinnert, dass Europa über Tausende von Jahren hinweg von Kriegen zerrissen wurde. Diese Feststellung motiviert mich auch immer wieder zu Stellungsnahmen, die den Erhalt und das Fortschreiten der Europäische Einigung, die Gerechtigkeit in den sozialen Verhältnissen sowie auch die Bewahrung der Natur zum Ziel haben.
Wissenschaftler
» researchgate.net-
Forschungsschwerpunkte
- Psychotraumatologie
- Psychedelika-augmentierte Psychotherapie (PAP)
- Burnout und Mobbing im Beruf
- Abhängigkeitserkrankungen
- Neurobiologische Mechanismen von Psychotherapie
- Lernen und Gedächtnis
- Psychiatrische Epidemiologie und Psychopathologie
- Psychopharmakologie
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Mitgliedschaft in Fachgesellschaften
- Association Francophone du Trauma et de la Dissociation
- Schweizerische Gesellschaft für Suchtmedizin
- EMDR Schweiz
- FINDER Akademie für Prävention und erfahrungsbasiertes Lernen
- Schweizerische Gesellschaft für Psychedelische Medizin
- Schweizerische Ärztegesellschaft für Psycholytische Therapie
- Eleusis - Swiss Psychedelic Association
- Decriminalize Nature France
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Publikationen
Ausgewählte Publikationen

Vorträge, Seminare und Workshops
- Psychotraumatologie (Aetiologie, Prävention, Therapie)
- Das Zeitalter der Vampire / Vampirocene
- Abhängigkeitserkrankungen (Aetiologie, Prävention, Therapie)
- Endogenes Opiatsystem
- Soziale Bindung (Neurobiologie & Sozialkritik)
- Phasenorientiertes Behandlungsmodell bei chronischem psychischem Leiden
- Sensation seeking in Sport und Freizeit: neuro-evolutionäre und psychiatrische Aspekte
- Psychedelika-augmentierte Psychotherapie (z.B. Ketamin, MDMA, LSD)
Psychiater und Psychotherapeut
" ... Der Weltgeist will nicht fesseln und nicht engen, er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten ... Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden .. Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!" - Hermann Hesse
Psychiatrische und psychotherapeutische Behandlung. Ich begleite Sie auf Ihrem Weg.
» Kontakt
Psychotherapeutische Supervision - Kognitiv-behaviorale Ausrichtung mit Schwerpunkt Trauma- und Suchttherapie.
» Kontakt
Selbsterfahrung der Trias Körper-Psyche-Natur in einem gemeinschaftlichen Bergnatur-Setting.
» KontaktVita
1990 – 1998 Medizinstudium in Bonn, Würzburg, Caen (F), Louisville (Kentucky,USA), Neuchâtel (CH)
1998 Staatsexamen Medizin Universität Würzburg
1998 United States Medical Licensing Examination step 1 & 2 Louisville University (Kentucky,USA)
1998 - 1999 Neurologie, Zentralklinikum Augsburg
Seit 1999 Tätigkeit in klinischer Psychiatrie in der Schweiz
2000 Doktortitel Humanmedizin
2004 Oberarzt an der Suchtambulanz der Uniklinik-CHUV, Lausanne
2005 Facharzttitel FMH
2008 - 2009 Forschungsjahr in der PTSD research group Pr. Roger Pitman, Massachusetts General Hospital and Harvard Medical School; Boston, USA & klinische Ausbildung im “Certificate Program in Traumatic Stress Studies” bei Pr. Bessel Van der Kolk, Boston Trauma Center; Brookline, USA
2010 EMDR Practitioner
2012 Leitender Oberarzt an der Suchtklinik des CHUV, Lausanne
2015 Eröffnung der Praxis in Vevey
2017 FMH Schwerpunktstitel: Psychiatrie und Psychotherapie der Abhängigkeitserkrankungen
2018 Wissenschaftlicher Oberarzt (FNPG/RFSM-Fribourg) und Oberassistent Forschung und Lehre Universität Fribourg
2020 Habilitation als Privatdozent für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Fribourg
2022 Buchveröffentlichung "Das Zeitalter der Vampire"
2023 Gründung der "Schweizerischen Gesellschaft für Psychedelische Medizin"
2023 Buchveröffentlichung Englisch "Vampirocene"
Ausbildung PANDAEMONIA in Psychedelika-assistierter Psychotherapie (PAP): Ein psychotraumatologisch und säkular-spirituell informierter Ansatz
Die Psychedelika-assistierte Psychotherapie (PAP) erfährt derzeit in der Schweiz eine bemerkenswerte Entwicklung, unterstützt durch das Programm für Ausnahmebewilligungen des Bundesamts für Gesundheit. Diese Entwicklung geht jedoch mit erheblichen Herausforderungen einher, denn die PAP stellt einen grundlegenden Paradigmenwechsel dar: Anstatt ausschliesslich auf die Reduktion von Symptomen abzuzielen, erforscht und integriert sie die tieferen Ursprünge psychischen Leidens.
Diese Ausbildung schlägt einen innovativen Ansatz vor, der den epistemologischen Rahmen der «Bewusstseinskultur» des Neurophilosophen Thomas Metzinger mit den Erkenntnissen der zeitgenössischen Psychotraumatologie verbindet. Diese Synthese ermöglicht ein besseres Verständnis der zugrunde liegenden Mechanismen der Bewusstseinskrise, die sowohl das individuelle Leiden als auch die aktuelle Metakrise unserer Gesellschaft nährt.
Meiner langjährigen Beobachtung nach gibt es zwei potenzielle Fallstricke, die den therapeutischen Prozess der PAP gefährden können: die unvollständige Integration traumatischer Emergenzen, die zu einer Opferidentität führt, und das spirituelle Bypassing oder die Überinflation des Egos aufgrund des aussergewöhnlichen Charakters psychedelischer Erfahrungen. Die Ausbildung zielt präzise darauf ab, die epistemologische Autonomie der Therapeut:innen (und folglich ihrer Patient:innen) zu entwickeln, die es ihnen ermöglicht, ihre eigene Wahrheit im gegebenen ökologischen Kontext zu erkennen, und dadurch die Evolution des Kollektivs in einer harmonischen Weise zu fördern. Der Schwerpunkt liegt auf der Phänomenologie, jener Disziplin, die untersucht, wie wir unser Verständnis der erlebten Phänomene konstruieren.
Der Ausbildungsweg erstreckt sich über etwa acht Monate und umfasst drei zentrale Erfahrungskomponenten: eine holotrope Atemsitzung und zwei therapeutische Erfahrungen in veränderten Bewusstseinszuständen unter Verwendung von Ketamin. Diese Erfahrungen werden durch vertiefte theoretische Lehre sowie Integrations- und Supervisionssitzungen ergänzt. Ketamin, das von jeder zugelassenen Ärztin/jedem zugelassenen Arzt in der Schweiz verschrieben und in der Psychiatrie als Off-Label-Behandlung eingesetzt werden kann, bietet bedeutende Vorteile: leichte Zugänglichkeit, moderate Kosten, rasche Wirksamkeit bei verschiedenen psychiatrischen Problematiken (chronische Depression, Burnout, posttraumatischer Stress) und begrenzte Dauer potenziell schwieriger psychedelischer Effekte.
Diese Ausbildung richtet sich ausschliesslich an erfahrene Gesundheitsfachpersonen (Ärzt:innen, Psycholog:innen, Pflegefachpersonen), die ein langjähriges Interesse für die Psychotraumatologie und/oder für körperorientierten Ansätzen nachweisen können. Die Teilnehmenden müssen im Vorfeld eine anerkannte zertifizierte Ausbildung abgeschlossen haben (EMDR, IRPT, Internal Family Systems, Schema Therapy, DBT, Somatic Experiencing, Integrative Body Psychotherapy oder Hakomi).
Die Kosten der Ausbildung betragen etwa 4'500 CHF. Sie wird als Weiterbildung zertifiziert, wobei je nach Anforderungen der betroffenen Berufsorganisationen (FSP, SGPP, SSMP, FMH, SGPP) eine spezifische Zertifizierung angestrebt wird, ohne die konzeptionellen Grundlagen des Programms zu kompromittieren.
Fragen, Voranmeldung unter:
Kontakt
Leider kann ich zur Zeit keine neuen Patient:innen aufnehmen.
Ich biete in Einzelfällen individuelle Begleitung ausserhalb der medizinischen Grundversicherung an. Das Honorar wird in diesen Fällen somit nicht von der Krankenkasse übernommen. Mein Honorar richtet sich nach der finanziellen Situation der begleiteten Person (Einkommen & Vermögen), nach dem Prinzip: eine Stunde meines Lebens = eine Stunde deines Lebens. Falls Sie an diesem Angebot interessiert sind, erwähnen Sie bitte den Begriff "equal honorarium" in Ihrer Anfrage. Derzeit kann ich "equal honorarium"-Begleitungen nur für Beträge über 450 CHF/Stunde anbieten.